VEIL I
Meine Arbeit versteht sich als Kritik an einem System, das Menschen durch künstlich erzeugte Bedürfnisse in einen endlosen Konsumkreislauf drängt. Im Zentrum stehen die ökonomischen Strukturen, die Überfluss nicht nur fördern, sondern ihn als gesellschaftliche Norm verankern. Die fotografische Umsetzung nutzt harte Blitzfotografie, deren grelles Licht die schonungslose Seite dieses Systems sichtbar macht. Die in Plastik eingewickelte Schnittblume fungiert dabei nicht nur als Konsumobjekt, sondern auch als Sinnbild für Mensch und Natur. Der Plastikmantel erzählt von Schmerz, Enge und dem Ersticken — er legt sich wie eine künstliche Haut über das Organische, nimmt ihm Luft und Raum. Gleichzeitig steht er für die Schattenseiten eines Systems, das sowohl die menschliche Existenz als auch die natürliche Umwelt überformt, belastet und zum Leiden bringt.
Back to the gallery